Den überwiegenden Teil der Museumsbestände bilden Fundstücke, die bei archäologischen Ausgrabungen entdeckt wurden. Einen kleinen, aber bedeutenden Teil dieser Bestände bilden Gegenstände aus Zufallsfunden sowie der Nachlass ehemaliger deutscher Museen. Eine eigene Kategorie der Bestände bilden die Numismatika. Diese Kategorie umfasst derzeit über 12.000 Münzen.
Neben einer großen Menge an Keramik und Schmuck aus verschiedenen prähistorischen Epochen werden im MAŚN auch Militaria aus der Zeit des römischen Einflusses und des Mittelalters aufbewahrt. Eine eigene Kategorie bilden die sogenannten „Sondersammlungen“. Darin befinden sich Objekte, die mit Prof. Józef Kostrzewski in Verbindung stehen, sowie eine Sammlung von Denkmälern aus dem präkolumbianischen Amerika.
NUTZUNGSBEDINGUNGEN FÜR DIE SAMMLUNGEN DES ARCHÄOLOGISCHEN MUSEUMS
DER MITTLEREN ODER – INFORMATIONEN FÜR STUDENTEN,
DOKTORANDEN UND ARCHÄOLOGEN
- Um die Bestände des Archäologischen Museums des mittleren Odergebiets in Zielona Góra mit Sitz in Świdnica (im Folgenden „Museum“ genannt) nutzen zu können, ist ein Schreiben an den Direktor des Museums zu richten, in dem um die Einsichtnahme in einzelne Exponate oder eine Sammlung von Exponaten gebeten wird, unter Angabe des Ortsnamens und des Landkreises/der Gemeinde, der Fundstellennummer, des Forschungsjahres und der Objektnummer(n). Das Schreiben sollte die Zustimmung des Betreuers (im Falle von Master- und Doktoranden) oder des wissenschaftlichen Betreuers enthalten. Wissenschaftliche Mitarbeiter sind verpflichtet anzugeben, zu welchem Zweck die Materialien verwendet werden sollen (Auswertungen, Publikationen, Förderanträge, Recherchen usw.).
- Es ist möglich, vorläufige Informationen per E-Mail zu erhalten (e.przechrzta@muzeum swidnica.org) einzuholen, jedoch beginnt das Suchverfahren erst mit dem Eingang eines schriftlichen Antrags in Papierform, der mit den entsprechenden Stempeln (der Hochschule oder des Arbeitsortes des Archäologen) sowie den Unterschriften des Direktors des Instituts der jeweiligen Hochschule und des Betreuers der Master- oder Doktorarbeit oder des Direktors der Einrichtung, in der der Archäologe tätig ist, versehen ist.
- Das Museum führt keine Recherchen durch, sondern stellt lediglich die angegebenen Denkmäler oder Denkmalensembles zur Einsicht bereit.
- Informationen zu den gesuchten Denkmälern oder Denkmalensembles werden der interessierten Person innerhalb von drei Wochen nach Einreichung des offiziellen Schreibens übermittelt.
- Nach Erhalt einer positiven Antwort sind Termin und Ort zu vereinbaren, an dem die Denkmäler zur Verfügung gestellt werden. Einzelne Denkmäler, sogenannte „ausgelagerte“ Denkmäler, werden am Sitz des Museums zur Verfügung gestellt, während Massenmaterialien in der Archäologischen Station in Wicin besichtigt werden können (im Zeitraum von Mitte April bis Mitte Oktober).
- Das Museum stellt veröffentlichte Materialien zur Verfügung. Die Nutzung unveröffentlichter Materialien ist nach Erhalt einer schriftlichen Genehmigung des Autors der Forschungsarbeiten oder des Museumsdirektors (nach dem Tod des Forschers) möglich.
- Das Museum stellt die Exponate in seinem Sitz in Świdnica von 8.30 bis 15.30 Uhr zur Verfügung, während der Zugang zu den Materialien in der Archäologischen Station in Wicina einer individuellen Terminvereinbarung bedarf.
- Bei der Verwendung von Materialien, insbesondere für Veröffentlichungen (sowohl Informationen als auch Fotos oder Zeichnungen von Denkmälern), ist der Hinweis erforderlich, dass diese aus den Beständen des Museums stammen und unter der entsprechenden Nummer in das Katalog- oder Inventarbuch eingetragen wurden.
- Das Museum bietet keine Übernachtungsmöglichkeiten in seinem Sitz in Świdnica an. Es besteht die Möglichkeit, in der Archäologischen Station in Wicina zu übernachten (nach vorheriger Absprache).